Zwischen Krieg und Frieden: Deutsche Unternehmen und Investoren in den Golfstaaten sechs Monate nach Ausbruch des Iran-Konflikts
- ZASA
- Dr. Constantin Frank-Fahle, LL.M.
- Marcel Trost, LL.M.
Der am 28.2.2026 ausgebrochene Iran-Konflikt zwischen den USA und Israel einerseits sowie dem Iran andererseits dauert inzwischen seit sechs Monaten an. Obwohl die Golfstaaten nicht selbst Konfliktpartei sind, wurden sie seit dem 28.2.2026 wiederholt Ziel militärischer Angriffe durch den Iran. Nachdem die militärischen Auseinandersetzungen infolge des Inkrafttretens eines Waffenstillstands Anfang April 2026 zunächst zum Stillstand kamen, herrschte zunächst die Hoffnung, dass die Golfregion vergleichsweise schnell zur gewohnten Stabilität würde zurückkehren können. Erneute Angriffe des Iran auf einzelne Golfstaaten in der Waffenstillstandsphase führten indes rasch die Fragilität des Waffenstillstands vor Augen. Am 18.6.2026 unterzeichneten die USA und der Iran ein Memorandum of Understanding, in dem beide Parteien sich u. a. zur sofortigen und dauerhaften Einstellung militärischer Operationen verpflichteten. Das Rahmenabkommen lief 60 Tage nach seiner Unterzeichnung, mithin im August 2026, aus. Die Golfregion befindet sich sechs Monate nach Ausbruch des Konflikts infolge dieser Entwicklungen in einer Situation zwischen Krieg und Frieden. Der Alltag in den Golfstaaten geht wie gewohnt weiter und Unternehmen und Investoren in den Golfstaaten gehen wie üblich ihren geschäftlichen Aktivitäten nach, sehen sich seit Ausbruch des Konflikts aber auch neuen Herausforderungen ausgesetzt, denen sie mit Anpassungsstrategien begegnen müssen.
