Globale Krisen als Stresstest für internationale Lieferketten – rechtliche Handlungsoptionen für Unternehmen im Spannungsfeld von Irankrieg, Energiepreissteigerungen und Halbleiterkrise
- RIW
- Dr. Constantin Frank-Fahle, LL.M.
- Marcel Trost, LL.M.
Die Kumulation von Irankrieg, Energiepreissteigerungen und Halbleiterkrise stellt internationale Lieferketten seit Anfang 2026 vor erhebliche Belastungsproben. Insbesondere Lieferverträge mit längerer Laufzeit und Festpreisverträge geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck, während vertragliche Anpassungsmechanismen sich häufig als unzureichend erweisen. Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag die maßgeblichen vertraglichen und gesetzlichen Handlungsoptionen betroffener Unternehmen – insbesondere Preisanpassungs-, Verhandlungs- und Force-Majeure-Klauseln, die Störung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 BGB sowie Zurückbehaltungs- und Kündigungsrechte. Er beleuchtet zudem strategische Erwägungen zu Dokumentation, Vertragsanalyse und Verhandlungsführung und gibt Unternehmen praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Bewältigung der aktuellen Krisensituation sowie die krisenfeste Gestaltung künftiger Vertragswerke.

