Militärische Eskalation am Golf: Rechtliche Folgen für Verträge, Lieferketten und Arbeitnehmerentsendungen
- RIW
- Dr. Constantin Frank-Fahle, LL.M.
- Marcel Trost, LL.M.
Die militärische Eskalation im Golf seit dem 28.02.2026 hat durch Luftraumsperrungen und die Blockade der Straße von Hormus erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Verkehr und globale Lieferketten. Dabei sehen sich Unternehmen mit massiven Störungen ihrer Geschäftsabläufe konfrontiert und prüfen verstärkt die Anwendbarkeit von Force-Majeure-Klauseln in bestehenden Verträgen. Entscheidend ist, ob militärische Konflikte vom jeweiligen Vertragswortlaut erfasst sind und ein ausreichender Kausalzusammenhang zur Leistungsstörung besteht. Unternehmen sollten daher ihre Verträge systematisch analysieren, Mitteilungs- und Handlungspflichten beachten sowie frühzeitig Maßnahmen zur Schadensminimierung und Abstimmung entlang der Lieferketten ergreifen. Zugleich treffen Arbeitgeber umfassende Fürsorgepflichten gegenüber entsandten Mitarbeitern, einschließlich der Unterstützung bei einer möglichen Ausreise.

