Saudi-Arabien: Das RHQ-Programm
- IStR
- Dr. Constantin Frank-Fahle, LL.M.
- Andreas Heinrich, LL.M. oec
Im Rahmen seiner „Vision 2030“ verfolgt das Königreich Saudi-Arabien den ehrgeizigen Plan, die Abhängigkeit des Landes von Öleinnahmen zu verringern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist das sog. Regional Headquarters Programm (RHQ-Programm). Seit dem 1.1.2024 dürfen multinationale Unternehmen, die bereits eine Regionale Hauptverwaltung (RHQ) in der MENA-Region haben, grundsätzlich nur noch an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, wenn sie ihr RHQ nach Saudi-Arabien verlegen (vgl. Saudi Arabia Cabinet Decision No. 377/1444). Auch Staatsunternehmen, wie der Ölkonzern Saudi Aramco, bevorzugen Lieferanten und Vertragspartner, die ihr RHQ in Saudi-Arabien haben. Ziel ist es, die Ansiedlung ausländischer Konzerne zu fördern. Erste internationale Großunternehmen, wie SAP, Unilever und Siemens, haben ihre RHQ bereits dorthin verlegt.

